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Glassdoor – die Plattform für anonyme Firmenbewertungen startet in Deutschland.


Bewertet wird im Web so gut wie alles. Nur über die Arbeitgeber wird selten gesprochen. Das Thema Gehalt ist tabu. Stellenanzeigen malen den ausgeschriebenen Job und das Unternehmen gern rosig. Probleme am Arbeitsplatz thematisiert man in Familie oder unter Freunden – aber nicht öffentlich.

Startseite der neuen Plattform (Bild: Glassdoor)

Startseite der neuen Plattform (Bild: Glassdoor)

Das wird sich  ändern. Mit der Job- und Karriere-Community Glassdoor geht in Deutschland eine Site an den Start, die Insider-Informationen zu Tausenden von Arbeitgebern bietet.  Im Gegensatz zu Karriere-Netzwerken wie XING und LinkedIn geht es der 2007 in den USA gegründeten Plattform nicht um die Vernetzung seiner Mitglieder.

„Wir möchten Transparenz auf dem Arbeitsmarkt schaffen“, sagt dazu Sonja Perry, die Glassdoor-Produktverantwortliche für Deutschland.“

Nach einem sogenannten Give-to-get-Modell haben Mitglieder die Möglichkeit, sich (zumindest vorerst) kostenlos über ihre Branche und deren Arbeitgeber zu informieren. Als Dauerkarte für den Eintritt  gilt die Einstellung eines eigenen Beitrags. Das kann eine Gehaltsangabe sein, die Bewertung von Zusatzleistungen der Firma, ein Foto des Arbeitsplatzes … Für die Mitglieder ist damit kein Risiko verbunden – ihre Identität bleibt geschützt. Viele stellen auch die Fragen und den Ablauf ihrer Bewerbungsgespräche ein, was als Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch nützlich sein kann. Zum Start wurden Berichte zu über 6500 Unternehmen auf Deutsch übersetzt und rund 500 000 Stellenangebote eingestellt. Ob die Konkurrenz wirklich besser bezahlt und ob das Arbeitsklima und die Perspektiven im Unternehmen wirklich so vortrefflich sind, wie vielleicht die Karriereseite suggeriert – auf Glassdoor kann man es erfahren.  Das Ganze ist aufgeteilt nach Berufsgruppen und wird gepostet von denen, die das Unternehmen  wirklich kennen: Die Mitarbeiter und Ex-Mitarbeiter (m/w).

Für Arbeitgeber ist der Zugang zu Glassdoor frei – und durchaus nützlich.

Es lassen sich viele Faktoren nachvollziehen,  die Rekrutierungsmaßnahmen und Arbeitgebermarke beeinflussen können. Zudem haben Arbeitgeber die Möglichkeit, auf Bewertungen von Usern zu antworten, unangemessene Bewertungen zu melden und einfache Analysen zu potenziellen Bewerbern abzurufen.

Aktualisierung: 20. August 2015 ­- Mitarbeiterempfehlungen sind Gold wert.

Eine aktuelle Studie der Job- und Karriere-Plattform Glassdoor belegt, dass die Chance auf eine wirksame Stellenbesetzung für Unternehmen höher ist, wenn die Kandidaten im Vorfeld von einem Mitarbeiter des Unternehmens empfohlen wurden.

Wie eine Verknüpfung dieser Daten unter Verwendung einer Regressionsanalyse zeigt, erhöht sich die Chance, dass der Bewerber das Stellenangebot des Unternehmens annimmt, statistisch signifikant um bis zu 6,6 Prozent. Bei Jobsuchenden, die über Personalvermittlungsagenturen zu einem Vorstellungsgespräch vermittelt worden sind, ist die Chance auf ein Job-Matching um bis zu 5,3 Prozent erhöht. Ähnliches gilt für den Fall, dass Unternehmensvertreter vorher persönlichen Kontakt mit Kandidaten hatten, beispielsweise auf Jobmessen: Hier erhöht sich die Chance auf ein Jobangebot nach dem Bewerbungsgespräch um bis zu 3,9 Prozent.

„Die Glassdoor-Daten zeigen, dass eine Übereinstimmung der Anforderungen des Arbeitgebers mit den Vorstellungen und Fähigkeiten des Bewerbers am höchsten ist, wenn Unternehmen frühzeitig Kontakt mit Bewerbern aufbauen. Mitarbeiterempfehlungen bilden aber immer noch die Ausnahme, nur eines von zehn Vorstellungsgesprächen kommt auf Basis einer solchen internen Empfehlung zustande. Hier besteht ein erhebliches Potenzial für Personalverantwortliche, die Stellenbesetzungsprozesse zu optimieren. Eine Möglichkeit ist es, die eigenen Mitarbeiter zu motivieren, in ihrem Bekanntenkreis Kontakt zu geeigneten Kandidaten zu suchen“, so Joe Wiggins, Karriereexperte bei Glassdoor.

 

Linkempfehlung

Glassdoor

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