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Einfach mal Ruhe – abspannen in Henriettes Ferienhaus im Harz.


Immer in Aktion, morgens den Kaffee im Stehen, die wichtige Konferenz um zehn, das Projektteam wartet schon, den Bericht mach‘ ich heute Abend. Nächster Morgen, schlecht geschlafen, Kaffee im Stehen. Die nächste Aktion, die wichtige Konferenz, der Bericht ist fertig, aber der Chef trampelt schon. Und täglich grüßt das Murmeltier…

Endlich Urlaub. Immer in Aktion. Schlechter Hotelkaffee im Stehen, Erfüllung des Tagesplans, Besichtigung des x-ten Museums, der x-ten Burg (Folterkammern: kennst du eine, kennst du alle…), schwierige Belustigung des halbwüchsigen Nachwuchses, dann irgendein Strand, Sonnenbrand, auch das noch … die bessere Hälfte (w/m) wünscht Wellness und ich will meine Ruhe!

Das gibt es. Mitten in Deutschland, im Harz.

Haus hinten

Teilansicht des Hauses vom Waldrand aus …

Ein Haus, das in seiner äußeren Schlichtheit und inneren, großzügigen, originell-künstlerischen Ausstattung Ruhe ausstrahlt, mit kilometerweitem Blick ins Land. Autos sind von hier aus Spielzeuge. Eine kleine Nische im Ferienhauseinerlei.

Blick von der Eulen-Terrasse weit über das Land

Blick von der Eulen-Terrasse weit über das Land

Livingroom mit Bibliothek

Livingroom mit Bibliothek

Ein Platz, wo Du zu Dir selber kommst.

SchlafzimmerWo die Luft sauber, der Kühlschrank voll, wo es wie zuhause ist und doch ganz anders. Allein oder gemeinsam mit dem Partner wieder zu sich selber finden. Fast klösterlich, doch ohne Rituale und Zwänge. Einfach leben, trödeln, aufstehen und frühstücken, wann immer man mag. Kraft tanken, einmal nichts müssen.

 

Kühe und gelegentlich auch Pferde zum Streicheln nah

Kühe und gelegentlich auch Pferde zum Streicheln nah

 

 

Genießen in stilvollem Ambiente

Genießen in stilvollem Ambiente

 

Hier stimmt es: „Die Welt steht still – und nur die Wolken wandern…“

BadP. S. …und Wellness gibt  es auch – in der eigenen Bio-Sauna. Oder in Bad Harzburg, eine der deutschlandbesten Solethermen (Rücken u.a.) mit genialem Wellnessbereich.

Linkempfehlung

Henriettes Ferienhaus

Erfolgreich im Online-Stellenmarkt?


Autor: Angelika Volk, Journalistin, Redaktionsbüro Wirtschaft und Wissenschaft, Berlin/Bad Harzburg.

Der Online-Stellenmarkt und die Suche nach Bewerbern über Soziale Netzwerke  eröffnen neue Möglichkeiten. Es wäre falsch, das als Arbeitgeber zu ignorieren. Die häufig festzustellende Euphorie aber teile ich nicht. Ich gebe Heike Wetzig und Hans Ulrich Würth recht darin, dass es immer darum geht, welche Klientel ich ansprechen will. Welche Art von Mitarbeitern mit welchen Qualifikationen, für welche Positionen und aus welcher Region – danach richten sich die Instrumente, danach richtet sich die Art und Weise der Gestaltung einer Anzeige, eines Eintrags, einer Aktion.

Das Internet verändert grundsätzlich nicht die Inhalte, auch wenn es manchmal so aussieht. Es verändert auch nicht die Menschen. Es eröffnet aber ohne Zweifel weitreichendere Möglichkeiten, als etwa das auf Papier gedruckte Wort. Es konfrontiert uns aber auch mit sehr viel Blödsinn, Flachheit und Risiken, auf die ich – und mit mir viele andere Menschen – gern verzichten würden. Wer das eine will, muss das andere mögen – alte Volksweisheit. (Nicht bei Google gefunden, sondern in meinem eigenen Kopf gespeichert…)

Es gibt etliche Umfragen, die uns zeigen, welche große Rolle das Internet auch in der Personalsuche inzwischen spielt. So hat DocCheck 350 Ärzte, Medizinstudenten und Pflegekräfte befragt, welchen Weg sie hierfür am besten finden.  Das Ergebnis: rund drei Viertel von ihnen nutzten das Internet für die Vorauswahl und informierte sich hier über potenzielle Arbeitgeber. Zwei Drittel nutzten Erfahrungsberichte. Die meisten Mediziner informierten sich über die Internetauftritte der Krankenhäuser und Arztpraxen. Danach erst folgten Job-Börsen und Suchmaschinen aus dem Medizinbereich. Man beachte die Reihenfolge.

Die Fülle der Einträge in vielen Job-Börsen scheint allerdings darauf hinzudeuten, dass heute vor allem hier Stellen angeboten und gesucht werden. Dem steht gegenüber, dass auch der Stellenmarkt vieler Fachzeitschriften nicht etwa zusammengebrochen ist, sondern sich in den vergangenen Jahren sogar vergrößert, wenn auch andererseits in bestimmten Publikationen konzentriert hat.  Ich spreche hier aus der Erfahrung einer Journalistin, die bis vor gut einem Jahr Chefredakteurin einer Fachzeitschrift im Gesundheitsbereich mit einem sehr stabilen Stellenteil war.

(…und auch das Geschäft der Personalberater scheint nicht ganz schlecht zu gehen.)

Der Bewerber sucht dort, wo er die meisten Angebote vermutet, der Anbietende schaltet dort, wo er die meisten Nutzer und damit die besten Ergebnisse erhofft. Das ist simpel und spricht sowohl für das Internet als auch für Print. Wobei Fachzeitschriften z.B. ja keine reinen Stellenbörsen sind. Sie ziehen Leser an, weil diese dort ihre Fachinteressen in guter Qualität bedient finden. Daher ist ein guter Stellenmarkt gleichzeitig auch ein Ausweis für gute inhaltliche Qualität. Hier sollte sich dann eine bestimmte Berufsgruppe oder Branche inhaltlich wohl fühlen. Daher ist es nicht abwegig zu denken, dass die hier annoncierten Stellen auch sehr gut wahrgenommen werden. (Top-Führungskräfte, zumindest im Krankenhausbereich werden, eher nicht in Stellenbörsen im Internet gesucht – sie möchten meist persönlich gefunden werden.)

Ist jedoch die Fülle der Angebote schon ein Kriterium für erfolgreiche Stellenbesetzungen? Masse gleich Qualität? Testimonials der Art: „Toll, ich habe über Stepstone neue Mitarbeiter gewonnen“  überzeugen mich nicht unbedingt, da ich weiß, wie Testimonials entstehen. Eine Befragung von Unternehmen oder eine qualifizierte Auswertung über den Erfolg von Stellenangeboten in den verschiedenen Medien, speziell im Internet,  habe ich – zumindest was die mir ganz gut bekannte Gesundheitsbranche betrifft – noch nicht gesehen. Ich vermute, das werde ich auch nicht. Klickzahlen, Abozahlen sagen immer nur mittelbar etwas aus. Interaktionen dagegen, wie sie im Internet möglich sind, scheinen schon eher ein Kriterium für zumindest echtes Interesse zu sein. Doch um als Unternehmen entsprechend zeitnah zu reagieren, braucht man Leute, die dazu in der Lage sind und die Zeit dafür haben.

Kritisiert wurde in diesem Blog u.a., dass Krankenhäuser die neuen Möglichkeiten, freie Stellen anzubieten und die richtigen Mitarbeiter zu finden, fast gar nicht nutzen. Das wundert mich überhaupt nicht. Sie haben oft weder ein professionelles Personalmanagement noch eine professionelle Kommunikationsabteilung. Sie haben auch kein Geld, extra dafür Personal einzustellen. Denn – s.o. – wer sich als Unternehmen im Internet und in Sozialen Netzwerken tummelt, aus welchem Grund auch immer, muss dies auch ständig beobachten und zu schnellen Reaktionen in der Lage sein.

Für ein Krankenhaus gilt das noch sehr viel mehr als für andere. Es geht hier ja nicht um Fahrräder oder Fernsehgeräte, sondern um Gesundheit und Leben. Da ist der Mensch sensibel, aber auch Bewertungen sind schwierig.  Schon simple Presseberichte haben dazu geführt, dass Kliniken – durchaus auch zu Unrecht – massive Einbrüche bei den Patientenzahlen hatten. Öffne ich dem mit einer interaktiven Präsenz im Internet vielleicht Tür und Tor? Gesteuerte Kampagnen über das Internet in einem so sensiblen Bereich müssen professionell aufgefangen werden.

Wer das derzeit nicht kann, lässt die Finger davon. Die finanzielle Lage der Krankenhäuser – vor allem auch der öffentlich-rechtlichen, die den weitaus größten Teil der Krankenhausbetten vorhalten – wird sich auch künftig wohl nicht verbessern. Nur ein Grund: Die staatlich festgelegten Budgeterhöhungen für das kommende Jahr werden wohl komplett für die anstehenden Tariferhöhungen der Ärzte verbraucht werden. Und das wird nicht einmal reichen. Die Ärztegewerkschaft fordert wesentlich mehr.

Ein ziemlicher Teufelskreis, der durch wundervolle Stellenofferten im Internet allein nicht durchbrochen werden kann. Es steht aber fest, dass das Personalmanagement insgesamt in den meisten Krankenhäusern deutlich verbessert werden muss. Hier ist noch viel zu tun.

Außer diesen Gründen gibt es aber noch viele andere, die im ganz normalen, menschlichen Verhalten begründet sind und Krankenhäuser eher andere Möglichkeiten nutzen lässt:

Pflegepersonal finden sie in ihrer Umgebung – wenn sie es denn noch finden. Pflegende sind in aller Regel Frauen, die in der Mehrzahl Familie haben. Wenn vielleicht Top-Manager alle zwei Jahre umziehen – Krankenschwestern wohl eher nicht – zumal sie in der Regel in Duisburg nicht mehr verdienen als in Braunschweig.*

Ärzte wissen wiederum in der Regel sehr genau, wohin sie aus welchen Gründen ziehen wollen. Natürlich werden sie sich einen Überblick verschaffen, wo es möglich ist. Doch eine noch so schöne Offerte in einer Job-Börse reizt sie nicht, wenn diese aus einem Krankenhaus in der Uckermark, vom Rande des Oderbruchs oder aus dem Salzlandkreis kommt. Nicht nur, weil sie hier nichts als Gegend vorfinden, sondern weil sie hier ihre Facharztausbildung möglicherweise nicht absolvieren können, zu viele Überstunden machen müssen, den Notdienst für die nicht mehr vorhandenen Vertragsärzte leisten sollen und auch ihre Freundin, Frau, die Kinder dorthin nicht mitziehen würden.

Und bei den Ärzten gibt es quasi keine Arbeitslosigkeit. Sie müssen nicht nehmen, was sich bietet, egal, wo.

Ist das vielleicht eher sogar ein Argument für besonders schöne, für besonders originelle, interaktive, bewegte oder sonst wie tolle Stellenangebote? Verdrängungswettbewerb bei der Personalsuche? Wir haben rund 2000 Krankenhäuser in Deutschland. Im Schnitt kann jedes Haus rund sechs Stellen im ärztlichen Dienst nicht besetzen – ein Trend, der auch mit den nächsten Jahrgängen der Medizin-Absolventen nicht gestoppt werden kann, weil ein großer Teil der Ärzte in Krankenhäusern und Praxen in  den Ruhestand geht und immer mehr Frauen im ärztlichen Dienst arbeiten – in Teilzeit. Das ist alles schon fein ausgerechnet worden.

Ja, es gibt ihn schon, diesen Wettbewerb ums Personal. Doch die Guten haben nicht immer die guten Karten, wie schon erwähnt.

Krankenhäuser versuchen auf verschiedenen Wegen, vor allem Ärzte für sich zu gewinnen. Sie gehen nicht nur die bisher üblichen Wege. Sie organisieren auch Job-Börsen, gehen an die Unis, um sich schon bei den Studenten bekannt zu machen, vergeben Stipendien an Studierende, um diese an sich zu binden, präsentieren sich in Österreich den Ärzten, da dort die Weiterbildungsstellen nicht ausreichen. Letzteres übrigens durchaus mit Erfolg – zumindest, was die südlicher lokalisierten Kliniken betrifft. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind da eher frustriert. Auch der Jungarzt aus Österreich bleibt lieber in der Nähe der Heimat und geht nach Bayern.

Das ist ja auch ganz menschlich. Die meisten von uns sind nicht halb so flexibel, wie die Wirtschaft sie immer haben will. Auch das ist statistisch ermittelt. Sie bleiben an ihrem Heimatort oder in ihrer Heimatregion oder ziehen dorthin zurück. Wenn das nicht so wäre, hätte Mecklenburg-Vorpommern keinen Ärztemangel, denn die dortigen Universitäten klagen nicht über zu wenige Medizinstudierende aus dem ganzen Bundesgebiet. Die Uni in Greifswald kann durchaus aus der Fülle wählen. Aber Flächenregionen haben nun einmal weniger Einwohner als andere, weniger Abiturienten, weniger Studenten – weniger Rückkehrer in die Heimat.

Fazit:

Es ist wie immer und überall: Man kann dagegen sein, man kann dafür sein, man kann sowohl als auch sagen und man kann abwarten. Am Ende relativiert sich alles und das, was wirklich erfolgreich ist, setzt sich durch. Von der Höhe vermeintlichen Fortschritts kritisch auf diejenigen zu blicken, die aus den unterschiedlichsten Gründen an der Spitze noch nicht mitmarschieren wollen oder können, ist, halten zu Gnaden, die Herren Blogger, doch auch etwas hochmütig. Das eine tun, das andere vorsichtig entwickeln, sich dabei aber nicht von jenen drängen lassen, die am Ende die Verantwortung nicht tragen werden – das ist doch kein schlechter Weg, finde ich.

*Es ist nicht alles „schlecht“: Die Diakonie an der Spitze des Fortschritts wirbt für Berufsbilder in der Sozial- und Gesundheitsbranche mit Web 2.0-Angeboten zur Berufsorientierung. Per Facebook, Blog und Twitter wird über soziale und pflegerische Ausbildungen, Studiengänge und Berufe informiert. Auf der Facebook-Seite der Kampagne www.facebook.com/SozialeBerufe gibt es Berichte zu sozialen und pflegerischen Berufen, Ausbildungsportraits und Videointerviews mit Schülern und Studierenden, Informationen über Last-Minute-Ausbildungsplätze, Termine für Berufsinfo-Tage und Bewerbungstipps. Auf blog.soziale-berufe.com bloggen Schüler diakonischer Ausbildungseinrichtungen über ihren Alltag und ihre Motivation für einen sozialen Beruf.  Per Twitter werden Lehrer, Berufsberater und Mitarbeitende aus der Jugendarbeit für das Thema  sensibilisiert (www.twitter.com/SozialeBerufe).

Damit erreicht man junge Leute und wertet die Berufe in dieser Branche insgesamt auf. Das sollte sich dann auch auf die Stellenbesetzungen, wo immer, auswirken. Man könnte das nach einem Jahr ja mal bei der Diakonie erfragen. Vielleicht evaluieren sie das dort.

Angelika Volk

Journalistin

Redaktionsbüro

Wirtschaft und Wissenschaft

Berlin/Bad Harzburg

 

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