Employer Branding. Angekommen bei den Großen. Vernachlässigt bei den KMUs.


Auf der Messe Zukunft Personal in Köln stellte die Social-Media-Plattform Linkedin eine Studie vor, nach der rund 58 Prozent der deutschen Personaler davon überzeugt sind, dass ihr Recruiting zunehmend von den  Mechanismen des Marketing bestimmt wird.

Große deutsche Unternehmen stellen deshalb immer öfters die Mitarbeiter in den Fokus ihrer Außenwerbung, um bei der Belegschaft mehr Identifikation mit dem Unternehmen auszulösen und neue Talente anzusprechen. So wirbt die Deutsche Bahn seit rund zwei Jahren mit dem Claim ‚Kein Job wie jede andere‘ und stellt verschiedene Bereiche des Unternehmens in TV-Flights vor. Jetzt setzt erstmals setzt auch der Automobilkonzern Daimler auf eine international ausgelegte Employer Branding Kampagne.

Ein Sujet der "Das sind wir"-Kampagne von Daimler.

Ein Sujet der „Das sind wir“-Kampagne von Daimler.

Die in Zusammenarbeit mit der Agentur BBDO entwickelte Arbeitgeberkampagne stellt unter dem Slogan ‚Das sind wir‘ die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Arbeitswelt in den Mittelpunkt des Recruitings.

Das Thema ‚Arbeitgebermarke‘ ist in deutschen Großunternehmen inzwischen zu einer Kernaufgabe geworden und wird zunehmend professionalisiert. Erheblicher Nachholbedarf besteht bei den kleinen und mittleren Unternehmen.

Das jedenfalls besagt eine Studie von Serviceplan Köln. 85 Hidden Champions wurden ebenso befragt wie die Bewerber (Fokus Ingenieure), die von diesen Unternehmen gesucht werden. Das doppelte Handikap dieser Unternehmen: Für 30 Prozent aller Bewerber ist der Standort das wichtigste Entscheidungskriterium – da wird die geographische Lage eines in der Provinz gelegenen Unternehmens schnell zum Problem. Zum anderen, so Serviceplan, gibt es meist keinerlei  Kommunikation mit potenziellen Bewerbern. Obwohl gerade die kleinen und mittleren Unternehmen in Sachen Einstiegs- und Aufstiegschancen und an spannenden Aufgaben viel zu bieten haben, sind diese Unternehmen ihrer Zielgruppe meist völlig unbekannt.

Das ließe sich ändern, doch noch fehlt es in diesen kleinen und mittleren Unternehmen an einer klaren Strategie und meist auch an einer  internen Kompetenzzuordnung für Employer Branding.

Aussagen wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ sind noch immer keine Seltenheit.

Linkempfehlung

Linkedin.de

Daimler.de

serviceplan.de

 

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About Hans Ulrich Würth

Ich bin Copywriter im Texterverband e.V., Mitglied im DFJV Deutscher Fachjournalisten Verband, Marketingmensch mit langem Berufsleben und reichlich Erfahrung. Als Copywriter habe ich schon (gefühlt) für 'tausendundeine' Branche gedacht und geschrieben. Heute ist es vor allem das Direct Response & Employer Branding, das mich beschäftigt. Sich für die Sache des Kunden zu begeistern, ist dabei so wichtig wie das Denken und Schreiben in komplexen Strukturen. Texte, die Menschen berühren und bewegen wollen und sollen, leben davon.

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