Mitarbeiter als Unternehmensbotschafter – aktuelle Facts von Gallup.


Wenn Mitarbeiter die Arbeitgebermarke nach außen erfolgreich vertreten sollen, müssen Mitarbeiter auch wissen, wofür ihr Unternehmen steht. Hier gibt es noch viel zu tun, sagt der neue „Brand Ambassador Index“ der Gallup Organization, einem der der führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitute mit Sitz in Washington, D. C.

Befragt wurden 2.062 Arbeitnehmer in Deutschland.

Die wichtigsten Resultate: „Nur 53 Prozent der deutschen Arbeitnehmer stimmen der Aussage zu: „Ich weiß, wofür meine Firma steht und was unsere Marke von unseren Wettbewerbern unterscheidet“.  Ganze 37 Prozent der Mitarbeiter sind ohne Wenn und Aber stolz auf die Qualität der Produkte bzw. Dienstleistungen. Ein unbefriedigendes Resultat, denn Mitarbeiter  nehmen in ihrer Schnittstellenfunktion nach außen entscheidend Einfluss auf  die Wahrnehmung des Unternehmens bei Kunden und genauso den potenziellen künftigen Mitarbeitern.

Mangelnde Mitarbeiterbindung bremst Employer Branding aus.

In mangelnder Mitarbeiterbindung sieht Gallup einen Hauptgrund für das geringe Interesse der Mitarbeiter an der eigenen Unternehmensmarke. Wer sich von seinem Arbeitgeber emotional verabschiedet hat, wird schwerlich zu dessen Markenbotschafter werden – weder im Produkt- noch im Personalmarketing.  Geht der Spaß an der Arbeit und damit die Motivation verloren, steigen Mitarbeiter innerlich aus, zumeist liegt es an den direkten Vorgesetzten, die ihrer Führungsaufgabe nicht gerecht werden. Viele Arbeitnehmer steigen hoch motiviert ins Unternehmen ein, und werden dann zunehmend desillusioniert. Nach dem  jährlich von Gallup veröffentlichten „Engagement Index“ 

  • haben nur 15 Prozent der Mitarbeiter eine emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen, was auch heißt: 85 Prozent der Mitarbeiter haben keine emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber,
  • 24 Prozent der Mitarbeiter haben innerlich bereits gekündigt, warten also nur noch auf die neue Chance, 
  • vor allem auf den unteren Hierarchie-Ebenen fehlt das Verständnis für das Markenversprechen, so frühere Gallup-Studien.

Dabei sind es gerade diese unteren Ebenen, auf denen sich die häufigsten Kundenkontakte ergeben.  Beim Top-Personal – Vorstände und Geschäftsführer – haben gerade mal 4 Prozent regelmäßig Kontakt zum Kunden.

Was sollten Unternehmen tun?

Dazu Marco Nink, Strategic Consultant bei Gallup, in seinem Beitrag in Bankmagazin 04/2013:Unternehmen müssen herausfinden, wo das Markenbotschaftertum besonders ausgeprägt ist, welches die verantwortlichen Faktoren sind und wie sich diese im Sinne von Best Practice unternehmensweit positiv beeinflussen lassen. Gleichzeitig gilt es, Barrieren zu identifizieren, die Markenbotschaftertum im Weg stehen. Hierzu müssen sämtliche Prozesse auf den Prüfstand gestellt werden – von der Kommunikation mit den Mitarbeitern bis hin zu den Trainingsprogrammen. Das Identifizieren der unterschiedlichen Wahrnehmungen bildet die Grundlage für gezielte Maßnahmen, um ein einheitliches Verständnis der Marke zu schaffen. Denn nur so werden die Mitarbeiter von einer vergessenen Marketingressource zu erfolgreichen Fürsprechern und Repräsentanten der Marke.“

Linkempfehlung:

Gallup Deutschland

Gallup Engagement Index

Social Plugins können Daten übertragen. Bevor Sie eines der folgenden Social Plugins verwenden, lesen Sie bitte die Hinweise unter ‘Impressum/Disclaimer’.

 

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Über Hans Ulrich Würth

Copywriter und Marketingmensch mit langem Berufsleben und reichlich Erfahrung. Gefühlt und (fast) real habe ich in über 40 Jahren für 'tausendundeine' Branche gedacht und getextet. Schwerpunkt seit vielen Jahren sind das Employer Branding in Stellenanzeigen & Direct Response. Berufliche Mitgliedschaften im Texterverband e.V. sowie im DFJV Deutscher Fachjournalisten Verband

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