Sage mir, wie Du es mit Deinen Praktikanten hältst, ich sage Dir …


290 Euro pro Monat – das bekommen laut einer Studie deutsche Praktikanten im Schnitt. Nach einer anderen  Studie, erstellt von der Personalberatung alma mater, sollen es 605 Euro brutto im Monat sein. Befragt wurden dabei jedoch nur die akademischen Nachwuchskräfte. Beide Studien sind sich darin einig, dass nach wie vor viele Unternehmen auf Praktikanten zum Null-Tarif setzen. 40 Prozent aller Praktika sollen nach dem Praktikantenreport 2012 unbezahlt sein. Das Ganze streut natürlich gewaltig. Unbezahlte Praktika – 80 Prozent – gibt es vor allem in den Branchen Gesundheit, Öffentlicher Dienst und Bildung. Glücklich schätzen dürfen sich die Praktikanten von Unternehmensberatungen, Konsumgüterindustrie und den Bereichen Internet/Multimedia – hier werden rund 90 Prozent der Praktikanten bezahlt. In der Spitze beträgt dort die Vergütung bis zu über tausend Euro im Monat. Hinzu kommt, wo bezahlt wird, werden den Praktikanten zumeist auch spannende Aufgaben und Verantwortung übertragen. Das maximiert das Zufriedenheitsgefühl der künftigen Nachwuchskräfte.

Ein interessanter Beitrag zum Thema ‚Generation Praktikum‘ ist in diesem Zusammenhang eine Neuerscheinung aus dem Internationalen Verlag der Wissenschaften – Peter Lang. Unter dem Titel „Instrumente zur Sicherung von angemessenen Arbeitsplätzen für Praktikanten“ zeigt die Autorin Nina Wagner, LL.B.  – Studium der Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School Hamburg und an der Cardozo Law School New York sowie Master-Studium an der ESCP- Europe Business School – vielfältige Möglichkeiten auf, die Arbeitsbedingungen für Praktikanten angemessen zu gestalten. Unternehmen sollten nicht darauf warten, bis sie vielleicht irgendwann durch ein geändertes Berufsausbildungsgesetz zum Handeln gezwungen werden. In Zeiten, in denen das Thema ‚Arbeitgeberattraktivität‘ immer mehr an Gewicht gewinnt, ist eine angemessene Bezahlung von Praktikanten nicht nur eine Frage des Anstands, es macht auch Sinn.

Ob ein Unternehmen bei den gefragten Nachwuchskräften in spe als attraktiver Arbeitgeber wahr genommen wird, entscheidet sich nicht nur auf dem Catwalk, sondern genauso below-the-line.

Linkempfehlung:

Personalberatung alma mater

Praktikantenreport 2012

Verlag Peter Lang

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About Hans Ulrich Würth

Copywriter und Marketingmensch mit langem Berufsleben und reichlich Erfahrung. Gefühlt und (fast) real habe ich in über 40 Jahren für 'tausendundeine' Branche gedacht und getextet. Schwerpunkt seit vielen Jahren sind das Employer Branding & Direct Response. Berufliche Mitgliedschaften im Texterverband e.V. sowie im DFJV Deutscher Fachjournalisten Verband

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