Neue HR-Studie von The Conference Board und McKinsey.


Bereits 65 % der Unternehmen setzen im Recruiting auf Social Media.

Es gibt genügend ernst zu nehmende Studien, die Social Media auch heute noch ein Aschenputteldasein bescheinigen. Doch sind nicht zuweilen gerade die Wahrheiten am besten, bei denen auch das Gegenteil stimmt? Und weil McKinsey  McKinsey ist, ist die aktuelle Studie „ The State of Human Capital 2012”von McKinsey und The Conference Board für jeden Personaler interessant, der heute nach  aktuellen Handlungsstrategien für sein strategisches Recruiting sucht. Die  wichtigsten Erkenntnisse dieser Studie vorab: 1) Für fast zwei Drittel aller Unternehmen sind  internetbasierte Recruiting-Kanäle wie Jobbörsen und Social Media bereits Standard. 2) Mehr als die Hälfte aller Unternehmen setzt in der Führungskräfte-Entwicklung und im Employer Branding bereits auf die digitale Welt. 3) Selbst in den dafür aufgeschlossenen Unternehmen sind diese Kanäle im Hinblick auf strategische Entscheidungen noch nicht hinreichend verankert.

Wer nicht rechtzeitig handelt, scheitert.

Das jedenfalls sagt Rebecca Ray, Senior Vice President Human Capital von The Conference Board und eine der Studienautorinnen. Ihr Credo: „Weltweit gilt es, die richtigen Arbeitnehmer für sich zu gewinnen, erfahrenes Personal besser zu entwickeln und emotional zu reaktivieren. Dafür brauchen die Unternehmen zukunftsorientiertere und agilere Personalabteilungen. Wer die Weichen nicht frühzeitig stellt, wird daran scheitern“. Asmus Komm, Partner bei McKinsey in Hamburg, hält es für wichtig, Mitarbeiter stärker zu segmentieren, um besser auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen zu können: „Die erfolgreichsten Unternehmen werden diejenigen sein, die sich den strategischen HR-Themen der Zukunft stellen und neue Wege zum Beispiel im Leistungsmanagement oder bei der Talentförderung einschlagen“.

Personalprozesse müssen nachhaltig ausgerichtet sein.

Zunehmend wichtig wird dafür die Strategische Personalplanung, die den künftigen Personalbedarf frühzeitig erkennt und die in Zeiten flexibler Arbeitszeitmodelle komplexer und wichtiger wird. Dazu McKinsey-Partner Komm: “HR-Abteilungen müssen den Mehrwert, den sie langfristig leisten, messbar machen und ihr Geschäftsverständnis stärken. Ein Weg ist zum Beispiel, die Personalteams durch Manager aus den Business Lines zu ergänzen. Nur wenn sie die Sprache des Managements sprechen, werden sie auf Dauer erfolgreich sein.“ „Wer für teure Personalentwicklungsprogramme keinen Business Case vorlegen kann, bekommt auch keine zusätzlichen Ressourcen“, sagt Rebecca Ray.

Wertschätzung – das neue Zauberwort.

Wer Mitarbeiter loyal an sein Unternehmen binden will, muss dafür mehr investieren als nur gutes Geld und nettes Klimbim.  „Wenn Unternehmen in schlechten Jahren als erstes auf die Personalbremse treten, fragt sich jeder: Warum sollen wir uns an das Unternehmen binden?“ so definiert das Rebecca Ray. Klar wird, Unternehmen könnten nur dann auf eine engagierte Belegschaft bauen, wenn sie den Mitarbeitern Wertschätzung entgegenbringen.

Die Studie “The State of Human Capital 2012”.

Die Studie „The State of Human Capital 2012” identifiziert die relevanten Handlungsfelder für Human Resources Management und zeigt Handlungsperspektiven auf. Grundlage für diesen Bericht sind die Aussagen von 517 internationalen Führungskräften, die Arbeitsergebnisse von 18 Fokusgruppen sowie die Auswertung von über 100 wissenschaftlichen Quellen.

Linkempfehlung:

Zum Download „The State of Human Capital 2012“

McKinsey

The Conference Board

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Über Hans Ulrich Würth

Copywriter und Marketingmensch mit langem Berufsleben und reichlich Erfahrung. Gefühlt und (fast) real habe ich in über 40 Jahren für 'tausendundeine' Branche gedacht und getextet. Schwerpunkt seit vielen Jahren sind das Employer Branding in Stellenanzeigen & Direct Response. Berufliche Mitgliedschaften im Texterverband e.V. sowie im DFJV Deutscher Fachjournalisten Verband

Trackbacks/Pingbacks

  1. buckmannliest: Ein paar sonntägliche Gedanken zu Ritualen, Social Recruiting, Stelleninseraten und dem Gedeihen unserer Kinder. | buckmannbloggt. - 13/01/2013

    […] Media für Recruiting, lautet die Schlagzeile und auch anderswo wurde darüber geschrieben und gebloggt. Okay, denke ich mir, 65% (in Worten: fünfundsechzig Prozent)… Ja, aber, wo ist sie denn, […]

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