Schnelle Bewerbung per Mausklick.


Autor: Louise Miller, freie Journalistin, London.

In der momentanen Wirtschaftslage ist es nicht einfach einen Job zu finden. Sich für einen zu bewerben könnte dagegen nicht einfacher sein. LinkedIn bietet einen neuen Service an, durch den Nutzer per Mausklick ihre Bewerbung abschicken können. Auch andere soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder XING werden für die Stellensuche genutzt. Im Gegensatz zu konkurrierenden Netzwerken hat LinkedIn eine explizite Ausrichtung auf Beruf und Karriere und ist für diese Zwecke mit 161 Millionen Usern in Deutschland sehr beliebt.

Die neue „Apply with LinkedIn“–Funktion erleichtert den Bewerbungsprozess für alle Beteiligten.

Bewerber können bereits mit einem einfachen Click auf eine Stellenausschreibung im Netz reagieren. Die HR Abteilung von Unternehmen bekommt das LinkedIn Profil des Kandidaten dann per Mail zugeschickt oder direkt in ihr

Louise Miller arbeitet als freie Journalistin in London. Sie studierte an der City University London und schrieb ihre Master-Arbeit zum Thema „Soziale Medien und Unternehmen“.

Bewerbungsmanagementsystem eingeschleust. Für Bewerber heißt das: wenn man sein Profil auf dem sozialen Netzwerk erst einmal erstellt hat, ist das Bewerben so schnell und einfach wie noch nie zuvor. Man muss nicht mehr für jeden potentiellen Arbeitgeber neue Bewerbungsunterlagen ausfüllen, nicht mehr für jede Bewerbung alle früheren Referenzen herauskramen. Man braucht nicht einmal einen Computer oder ein schickes Ultrabook dafür. Wie ein Recruitment-Blog infolge der vor kurzem stattfindenden Social Media Recruiting Conference (SMRC) in Hamburg spekulierte, könnte der Online-Recruitmentprozess bald jegliche Individualität verlieren. Einfach per Mausklick am PC oder mit einer kleinen Fingerbewegung am Handy eines der Online-Profile abschicken und schon ist man fertig.

Klingt zu gut um wahr zu sein?

Wie immer im Leben birgt auch diese Schnellbewerbung Risiken, insbesondere bei der Erstellung des Profils. Denn nicht alle Profile auf allen sozialen Netzwerken sind für die Jobsuche geeignet und nicht alle Branchen sind für eine Bewerbung über soziale Netzwerke geeignet. LinkedIn bietet sich am besten für die Jobsuche an, Facebook und andere soziale Netzwerk können hilfreich sein, sind aber primär für den privaten Nutzen gedacht. Das heißt aber nicht, dass man Facebook und Co. unter den Tisch fallen lassen sollte. Wer sich über LinkedIn bewirbt kann sein Profil stärken, indem er es mit seinem Facebook oder Twitter Account verbindet. Dadurch haben Arbeitgeber die Möglichkeit, sich online einen umfassenderen Eindruck über die Persönlichkeit des Bewerbers zu verschaffen. Das Verlinken von berufsbezogenen Blogs kann auch hilfreich sein, um Fachkompetenz und Schreibfähigkeiten zu demonstrieren.

Sorgfalt beim Profil ist angebracht.

Bei alledem gilt natürlich, wer seine sozialen Netzwerke für eine Bewerbung nutzt, muss auf sein Profil achten. Neben den offensichtlichen Faux-Pas wie Partybilder oder politisch unkorrekte Aussagen, sollte man auch auf die Details aufpassen. Die Angaben über Ausbildung und Berufserfahrung sollten in sozialen Netzwerken immer korrekt sein, damit es später nicht zu peinlichen Widersprüchen mit dem Lebenslauf kommt. Auf LinkedIn lohnt es sich, alle Angaben auf Deutsch und auf Englisch zu machen um auch international ausgerichtete Unternehmen anzusprechen. Was die Branchen betrifft sind besonders der IT- und Business-Bereich gut vernetzt. Berufe im sozialen oder Bildungssektor finden sich eher weniger online.

Louise Miller, London,

miller.louise.2012@gmail.com

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About Loise Miller, Journalistin

Louise Miller arbeitet als freie Journalistin in London. Sie studierte an der City University London und schrieb ihre Master-Arbeit zum Thema “Soziale Medien und Unternehmen”.

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  1. Schnelle Bewerbung per Mausklick. | HUW28 | Social Media Personalmarketing | Scoop.it - 25/10/2012

    […] Wie ein Recruitment-Blog infolge der vor kurzem stattfindenden Social Media Recruiting Conference (SMRC) in Hamburg spekulierte, könnte der Online-Recruitmentprozess bald jegliche Individualität verlieren.  […]

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