Effektive Social Recruiting Instrumente im Web 2.0: Welche Rolle spielen soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und XING?


Autor: Ines Böttger von www.text-personalmarketing.de

Die klassische Printanzeige verliert offenbar immer mehr an Bedeutung. Nur zwei von zehn freien Stellen werden in den Printmedien veröffentlicht. Das sagt das Ergebnis einer Befragung von 1.000 der größten deutschen Unternehmen und 300 weiteren Firmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, IT und öffentlicher Dienst durch das Human Resources Forschungszentrum (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Online-Stellenportal Monster. Dagegen präsentieren 87% der befragten Unternehmen fast alle freien Stellen auf Ihrer Webseite, sowie ungefähr sechs von zehn freien Stellen auf Online-Jobportalen.

Aber wie sieht es im Social Recruiting mit der Nutzung der sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook und XING aus? Tatsache ist: Laut dem Revier-Manager aus dem März 2011 werden in  den USA bereits an die 90% aller Stellen über Facebook vermittelt. Doch welche Rolle spielen hierzulande die sozialen Netzwerke im Social Recruiting?

Personalbeschaffung im Web 2.0: Die Herausforderung für Ihr Unternehmen

Personalverantwortliche, die weiterhin nur auf klassische Recruitingmethoden  setzen, kommen über kurz oder lang nicht an den Chancen der sozialen Netzwerke für die Personalbeschaffung im Web 2.0 vorbei. Nicht nur der aktuelle Fachkräftemangel von qualifizierten Kandidaten macht ein Umdenken erforderlich. Denn laut einer GfK-Studie sind an die 60 % der Deutschen regelmäßig zur Pflege des beruflichen und privaten Netzwerkes in XING, Facebook und Twitter unterwegs. Ergreifen Sie als Verantwortliche in den Unternehmen die Chance und lassen Sie sich die Möglichkeiten, die das Web 2.0 im Bewerbermanagement bietet, nicht entgehen.

Laut der Befragung von CHRIS und dem Online-Karriereportal Monster liegen die Herausforderungen aktuell nicht nur in der Mitarbeiterbindung, sondern vor allem im Employer Branding. Das heißt für Sie Maßnahmen zu ergreifen, mit denen es Ihnen gelingt, die bestehenden Mitarbeiter zu halten und sich persönlich sowohl nach innen als auch nach außen als Arbeitgebermarke zu präsentieren und damit ein positives Arbeitgeberimage aufzubauen.

Facebook ist mit seinen Fanpages für diese Aufgabe besonders geeignet. Im besten Fall gelingt es, mit potentiellen Kandidaten auch Jahre nach einem persönlichen Kontakt beispielsweise auf einer Messe für Absolventen durch die Facebook-Fanpage des Unternehmens in Verbindung zu bleiben. Auf dieser Facebook-Seite können Fotos, Stellenausschreibungen oder auch Mitarbeiterinterviews gestellt werden.

Das Businessportal XING dagegen wird vorwiegend zum Schalten von Stellenanzeigen eingesetzt und ist dafür auf Grund des geschäftlichen Charakters viel besser als Facebook mit dem eher privaten Charakter geeignet. Denn Sie müssen als Unternehmen bei der Ansprache geeigneter Mitarbeiter über soziale Netzwerke berücksichtigen, dass auf den Facebook-Seiten eher selten berufliche Qualifikationen und aussagekräftige Lebensläufe enthalten sind. Im Businessportal XING werden Sie weitaus mehr Informationen über potentielle Mitarbeiter finden, die auf die offene Stelle passen können.

Mit Twitter gelingt es vorwiegend junge Kandidaten bis 25 Jahre – Studenten für Werkspraktika oder Absolventen für den ersten Job – anzusprechen. Die Beliebtheit von Twitter ergibt sich auch aus der Kürze der Nachricht von 140 Zeichen. Eine kurze prägnante Nachricht über eine offene Stelle reicht in diesem Fall aus, um genau den optimalen Kandidaten zu erreichen.

Ganz wichtig bei der Kontaktaufnahme der potentiellen Mitarbeiter und der Pflege des Firmenprofils in den sozialen Netzwerken ist, dass Sie authentisch bleiben. Übertreiben Sie nicht mit Ihren Aussagen, sonder bleiben Sie bei der Wahrheit. Damit Sie nicht die einmal geworbenen Mitarbeiter bereits nach kurzer Zeit verlieren, wenn diese Unstimmigkeiten in der Darstellung auf den Portalen und der Wirklichkeit im wahren Leben entdecken.

Der Direct Selection Service von Monster – Perfektes Beispiel für optimale Nutzung der sozialen Netzwerke im Web 2.0

Auf dem Kongress Personalwelten im Mai 2010 hat Frau Ina Ferber Director Direct-Selection der Monster Worldwide bereits überzeugend dargestellt, wie Ihr Unternehmen das Web 2.0 als Personalmarketing und Recruiting-Tool einsetzt.

Das Unternehmen Monster nutzt die sozialen Netzwerke nicht nur für die Unternehmensdarstellung  und das Veröffentlichen von Stellenanzeigen, sondern auch für den Dialog mit der Belegschaft oder potentiellen neuen Mitarbeitern, wobei die eigenen Mitarbeiter zum Repräsentant des Arbeitgebers in der Sichtbarkeit des Web 2.0 werden.

Das Internet-Netzwerk des Unternehmens Monster zeigt die Möglichkeiten, die das Web 2.0 bietet. Neben der Nutzung der Communities wie XING, Facebook und Twitter präsentiert sich Monster per Audio- und Videokanal, mit iTunes Podcasts und auf YouTube. Mobile Dienste, wie iPhone Apps und Facebook Mobile werden ebenso eingesetzt, sowie weitere Webdienste, beispielsweise Google Maps.

Falls Sie die Vielzahl der Möglichkeiten erschlägt, die das Web 2.0 bietet, lassen Sie sich davon nicht abschrecken und nutzen Sie am Anfang nur einen oder wenige Kanäle. Bauen Sie dann langsam Schritt für Schritt Ihre Web 2.0 Präsenz aus. Eines steht fest, ganz herumkommen, um den Einsatz von Social Media im Recruitingbereich werden Sie nicht, aber Sie können mit einem oder wenigen Kanälen anfangen und Ihr Social Media Recruiting kontinuierlich ausbauen.

 

 

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Über Ines Böttger

Ines Böttger ist Diplom-Kauffrau mit den Schwerpunkten Marketing und Controlling. Als Projektkoordinatorin in der IT-Branche war sie mit der Leitung und Steuerung von Außendienstteams und der Betreuung der Hardware- und Softwarehersteller zuständig. Nach der Geburt Ihrer Tochter gründete Sie das Unternehmen Wortmanufaktur Böttger und ist seitdem als Autorin & Texterin & Online-Redakteurin freiberuflich tätig. Sie erstellt nicht nur E-Learning-Content, Informationstexte für Internetseiten, sowie Fachbeiträge für Medien- und Informationsportale im Internet, sondern schreibt und veröffentlicht nicht nur Kurzgeschichten und arbeitet am ersten Roman.

Eine Antwort zu “Effektive Social Recruiting Instrumente im Web 2.0: Welche Rolle spielen soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und XING?”

  1. Niemand ist (mehr) eine Insel – auch kein Unternehmen.
    Ein falsch gesetztes Häkchen bei einer Facebook-Einladung bescherte einer jungen Dame vor ein paar Wochen ganz unerwartet 1500 wildfremde Partygäste. Ein paar böse anonyme Postings auf einschlägigen Plattformen können ein Unternehmen ganz schnell in einen schlechten Ruf bringen. Bei all den Möglichkeiten der schönen neuen Web-2.0-Welt – es gibt auch die Risiken. Damit gewinnt verantwortliches Handeln im Unternehmen – dazu gehört Fairness im Umgang mit den Mitarbeitern – an Bedeutung. Das Heidengeld für Aufbau und Pflege einer Arbeitgebermarke wird nur dann gut investiert sein, wenn die Marke auch wirklich einen echten Kern hat.

    Hans Ulrich Würth

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