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Employer Branding. Angekommen bei den Großen. Vernachlässigt bei den KMUs.


Auf der Messe Zukunft Personal in Köln stellte die Social-Media-Plattform Linkedin eine Studie vor, nach der rund 58 Prozent der deutschen Personaler davon überzeugt sind, dass ihr Recruiting zunehmend von den  Mechanismen des Marketing bestimmt wird.

Große deutsche Unternehmen stellen deshalb immer öfters die Mitarbeiter in den Fokus ihrer Außenwerbung, um bei der Belegschaft mehr Identifikation mit dem Unternehmen auszulösen und neue Talente anzusprechen. So wirbt die Deutsche Bahn seit rund zwei Jahren mit dem Claim ‚Kein Job wie jede andere‘ und stellt verschiedene Bereiche des Unternehmens in TV-Flights vor. Jetzt setzt erstmals setzt auch der Automobilkonzern Daimler auf eine international ausgelegte Employer Branding Kampagne.

Ein Sujet der "Das sind wir"-Kampagne von Daimler.

Ein Sujet der “Das sind wir”-Kampagne von Daimler.

Die in Zusammenarbeit mit der Agentur BBDO entwickelte Arbeitgeberkampagne stellt unter dem Slogan ‚Das sind wir‘ die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Arbeitswelt in den Mittelpunkt des Recruitings.

Das Thema ‚Arbeitgebermarke‘ ist in deutschen Großunternehmen inzwischen zu einer Kernaufgabe geworden und wird zunehmend professionalisiert. Erheblicher Nachholbedarf besteht bei den kleinen und mittleren Unternehmen.

Das jedenfalls besagt eine Studie von Serviceplan Köln. 85 Hidden Champions wurden ebenso befragt wie die Bewerber (Fokus Ingenieure), die von diesen Unternehmen gesucht werden. Das doppelte Handikap dieser Unternehmen: Für 30 Prozent aller Bewerber ist der Standort das wichtigste Entscheidungskriterium – da wird die geographische Lage eines in der Provinz gelegenen Unternehmens schnell zum Problem. Zum anderen, so Serviceplan, gibt es meist keinerlei  Kommunikation mit potenziellen Bewerbern. Obwohl gerade die kleinen und mittleren Unternehmen in Sachen Einstiegs- und Aufstiegschancen und an spannenden Aufgaben viel zu bieten haben, sind diese Unternehmen ihrer Zielgruppe meist völlig unbekannt.

Das ließe sich ändern, doch noch fehlt es in diesen kleinen und mittleren Unternehmen an einer klaren Strategie und meist auch an einer  internen Kompetenzzuordnung für Employer Branding.

Aussagen wie „Das haben wir schon immer so gemacht” sind noch immer keine Seltenheit.

Linkempfehlung

Linkedin.de

Daimler.de

serviceplan.de

 

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Monster mit neuem Produktportfolio.


Autor: Hans Ulrich Würth von www.text-personalmarketing . Das Karriereportal Monster erweitert sein Produktportfolio und stellt die neuen Technologien Monster Twitter Cards, Monster Talent CRM, die Monster Karriereseite sowie TalentBIN by Monster vor. „All Jobs, all People“ – mit dieser Vision geht Monster ganz neu an das Thema Job- und Bewerbersuche heran. Einerseits werden Technologien entwickelt, die Kandidaten künftig Zugriff auf alle für sie interessanten Jobs bieten. Andererseits werden Unternehmen optimal bei der Suche nach den besten Talenten sowie der bedarfsgerechten Ansprache unterstützt. Laut Bernd Kraft, Vice President General Manager bei Monster,

Das neue Produktportfolio von Monster. © Monster Worldwide Deutschland GmbH

Das neue Produktportfolio von Monster. © Monster Worldwide Deutschland GmbH

werden dabei zwei Leitsätze verfolgt. „1. Mache es für Unternehmen und Jobsuchende einfacher, sich zu finden und in Kontakt zu treten. 2. Nutze dafür alle zur Verfügung stehenden Medien, Kanäle und Technologien.“ – Dazu hat sich das  laut Nielsen Studie, Juni 2013, bekannteste private Online-Karriereportal in Deutschland wieder einiges einfallen lassen:

TalentBin by Monster

Mit diesem ab Oktober 2014 verfügbaren Produkt, das in den USA bereits erfolgreich läuft, ermöglicht  Monster eine Suche im Web vor, die speziell auf Informationsquellen zugreift, die von den Kandidaten selbst präferiert werden. Die Rekrutierung besonders gefragter Jobprofile wie etwa IT-Spezialisten soll damit effizienter werden.

Monster Twitter Cards

Mit erweiterter Gestaltungs- und Textmöglichkeit wird die Social-Recruiting-Strategie eines Arbeitgebers unterstützt. Monster erstellt hierfür automatisierte Job-Tweets, die in Form von „Twitter Cards“ auf der Twitter-Seite eines Arbeitgebers erscheinen. Diese Tweets erhalten ein Wunschbild – zum Beispiel das Firmenlogo – sowie eine Stellenbeschreibung oder einen Link zu der Stellenanzeige auf Monster.. Zusätzliche Informationen wie Gehalts- oder Standortangaben können eingefügt werden.

Monster Talent CRM

Das Kandidaten-Management-Tool ermöglicht es Unternehmen, einzelne E-Mails oder komplette CRM-Kampagnen mit Jobangeboten zu erstellen und diese gezielt an Kandidaten aus der Monster Lebenslaufdatenbank zu versenden. Zur Feinsteuerung gibt es diverse Filter und Suchkriterien. Eine semantische Suchtechnologie spricht Kandidaten passgenau an. Dazu zeigt ein integriertes Echtzeit-Reporting, wie interessiert die Kandidaten an einem Stellenangebot sind.

Monster Karriereseite

Employer Branding für Unternehmen jeder Branche und Größe. Die Karriereseite – mit responsivem Design für jedes mobile Gerät optimiert – lässt sich in einen bestehenden Webauftritt integrieren oder als eigenständige Landingpage nutzen. Zudem kann die Karriereseite an sämtliche Bewerber-Managementsysteme angedockt werden. Optional übernimmt Monster auch das Hosting.

Das Online-Karriereportal stellt seine neuen Produkte unter einer neuen Markenidentität vor: eine Fahne mit der neuen Firmenwortmarke. Diese steht für Monsters globale Präsenz und das Ziel, weltweit Menschen und passende Jobs zu vereinen.

 Linkempfehlung

Monster Worldwide Deutschland GmbH

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„Give aways wirken“, sagt Dr. Nico Rose, Head of Employer Branding der Bertelsmann Gruppe.


Autor: Hans Ulrich Würth von www.text-personalmarketing . Studenten und Young Professionals wissen, welche Werbepräsente sie auf Jobmessen gerne in die Tasche stecken. Der USB-Stick im Scheckkartenformat – gern gleich mit gespeicherter Unternehmenspräsentation – ist klarer Favorit.

Die beliebtesten Give-aways Quelle: Dr. Nico Rose und Katrin Lampert, Bertelsmann

Die beliebtesten Give-aways
Quelle: Dr. Nico Rose und Katrin Lampert, Bertelsmann

Das ermittelte Bertelsman in einer Stichproben-Umfrage. Als Database diente die Facebook-Karrieresite „Create your Own Career“, das Praktikantennetzwerk sowie die Site „Talents  Meets Bertelsmann Community“. Auch eventbezogene Artikel, Textmarker, Thermobecher und Regenschirm gehören mith zu den Top-Five. Abgeschlagen dagegen sind Feuerzeug, Schlüsselanhänger und Mousepad – damit ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Wertig, möglichst hochwertig soll  ein Give-away sein, Nutzwert für den Alltag ist gefragt.

Wie sagt dazu Nico Rose, der Mitverantwortliche dieser Onlineumfrage: „Die kleinen Dinger (gemeint ist der USB-Stick) sind einfach unglaublich nützlich für jeden, der mit einem Rechner arbeitet. Und sie verschwinden so leicht – wie früher die Kugelschreiber …“.

Linkempfehlung
Interview mit Dr. Nico Rose zum Thema ‘Give-away’ in ‘Employer Branding Today’

 

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Der “Online” Unternehmer


Hans Ulrich Würth:

Marcel Schlee ist Vertriebsexperte für Social Networking und einer der erfolgreichsten Direktmarketer im deutschsprachigen Raum. Einer, der nach vorne schaut. Vieles, was er in seinen Online-Seminaren kompakt, aktuell, amüsant und ­mit sofort umsetzbarem Nutzwert vermittelt, ist auch für HR-Experten pures Gold. Ich freue mich auf dieses Online-Seminar am 10. September 2014 …

Ursprünglich veröffentlicht auf Marketing Blog von Marcel Schlee:

Vielleicht haben es einige von Ihnen mitbekommen, ich war mit meiner Familie 4 Monate auf einer langen Reise.
Wir sind 2 Monate durch Neuseeland mit dem Wohnmobil gefahren, haben Australien besucht und der krönende Abschluss war Deutschland beim Titelgewinn in Brasilien zu bejubeln und live dabei gewesen zu sein.

Viele Dinge habe ich auf der Reise lernen dürfen…und auch neue Marketingansätze. Die größten Ideen kommen meistens, wenn man nicht gerade an ihnen arbeitet, sondern sie aus einer anderen Perspektive sieht. Auch mein Business-Konzept und wie ich mit Menschen arbeiten möchte, haben sich verändert. Ich möchte in Zukunft enger mit den Kunden arbeiten und an Ihren Träumen, Wünschen und Zielen teilhaben und mitwirken. Für mich gehören die persönliche Einstellung und das Online-Marketing zusammen, um Erfolg zu haben.

Speziell dazu habe ich ein neues Webinarkonzept erarbeitet, es heißt…: Der “Online” Unternehmer

An diesem Mittwoch um 17 Uhr stelle ich das neue Konzept vor…

Wir werden…

Original ansehen noch 97 Wörter

Interessantes HR-Tool: Der Stellenanzeigen-Designer für Anzeigen im Responsive-Design.


Autor: Hans Ulrich Würth von www.text-personalmarketing . Der E-Recruiting-Software-Anbieter softgarden stellt einen neuen Service vor: Den Stellenanzeigen-Designer. Mit wenigen Klicks lassen sich damit professionelle Stellenanzeigen gestalten und schalten. Der besondere Clou: Die Anzeigen werden automatisch im Responsive-Design erstellt. Potentielle Kandidaten können somit Anzeigen auf Smartphone und Tablet optimal lesen und darüber auch ihre Bewerbungen versenden.

Das Tool dürfte für HR-Managern eine große Erleichterung darstellen. Grafische Elemente wie Logo und Bild werden über eine einfache Upload-Funktion hochgeladen und individuell in der Anzeige positioniert. Farben lassen sich passend zum Corporate Design auswählen. Vorgegebene Textfelder ermöglichen die optimale Positionierung des Inhalts. Binnen Minuten ist die professionelle Stellenanzeige gestaltet.

Dominik Faber, Geschäftsführer von softgarden: Gerade kleinere Unternehmen haben es zunehmend schwer im Kampf um die besten Talente gegen große Unternehmen mit enormen Budgets für das Employer Branding. Mit dem Stellenanzeigen-Designer lassen sich hochwertige Stellenanzeigen erstellen, die denen der großen Unternehmen in nichts nachstehen. Das Responsive-Design stellt sicher, dass die Anzeigen auf allen Endgeräten gut aussehen und eine große Reichweite erzielen.“

Und alles ist von Anfang an ganz einfach: Ein kurzes Webinar erläutert Erstnutzern die Funktionsweise des Tools, das 14 Tage gratis getestet werden kann.

Linkempfehlung:

Zum Download des Stellenanzeigen-Designers

 

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Workshop: Die perfekte Stellenanzeige.


Autor: Hans Ulrich Würth von www.text-personalmarketing . Nach wie vor ist die Personalanzeige in Online und Print für das Recruiting von berufserfahrenen Professionials und talentierten Nachwuchskräften eines der wichtigsten Instrumente. Wie Sie durch die richtige Personalwerbung Ihr Recruiting optimieren können, das vermittelt am 1. und 2. September 2014 ein Workshop in Stuttgart, ausgerichtet von W&V Job-Network und WESTPRESS-Agentur für Personalwerbung. Vermittelt wird aktuelles Expertenwissen für erfolgreiche Stellenanzeigen und ganzheitliches Personalmarketing.

Themen sind u. a.:

  • Kreatives Design, ansprechende Texte – was Sie in jedem Fall beherzigen sollten
  • Print & Online, crossmedial – alles zur bestmöglichen Mediennutzung
  • Social Media – was sich für Sie lohnt und was Bewerber erwarten
  • Bewerbermanagementsysteme – wie Sie Ihren Bewerbungsprozess am besten organisieren.

Linkempfehlung

Programm Workshop ‚Die perfekte Stellenanzeige‘.

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Umfrage: Wie haben Sie Ihre Jobsuche erlebt?


Wir wollen es wissen: Waren Sie mit kompetenten Ansprechpartnern in gutem Kontakt? Oder war die Jobsuche Stress pur und immer wieder unangenehm? Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Sie in Bewerbungsprozessen gemacht?

Sie sagen uns, wie es war, und wir informieren und beraten Personalabteilungen und Führungskräfte, damit sich Bewerber/Bewerberinnen und Arbeitgeber in Zukunft (noch) besser verstehen.

UmfrageBewerbung-1Die Fachhochschule Frankfurt am Main führt diese Umfrage in Kooperation mit Ferber Personalberatung durch. Das Ausfüllen des Fragebogens wird ca. 5-10 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen.

Bitte nehmen Sie selbst teil, und bitte laden Sie Freunde und Bekannte ein. Wir freuen uns über jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer, unabhängig von Alter, Berufserfahrung und Ausbildung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ina Ferber

P.S.: Falls Sie an den Ergebnissen der Studie interessiert sind, können Sie mir eine Mail schicken an info@ferber-personalberatung.de oder meinem Blog folgen http://www.employerreputation.de

 

DEFINITION: Candidate Experience Management (“Kandidatenerfahrungsmanagement”) hat das Ziel, jede Begegnung einer Bewerberin oder eines Bewerbers mit dem potenziellen Arbeitgeber in ein positives und motivierendes Erlebnis zu wandeln. Der Erlebenszyklus wird bewusst gestaltet. Der Kandidat wird wie König Kunde behandelt. Damit wird zunächst erreicht, dass die Wunschkandidaten das Bewerbungsverfahren nicht abbrechen. Mehr noch, positive Erfahrungen führen dazu, dass selbst abgelehnte Bewerber das Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen. Der Erlebenszyklus, die sogenannte Candidate Journey, von der Stellenanzeige bis zur Einarbeitungsphase wird somit zu einem nachhaltigen Employer Branding Instrument. (Quelle: Ferber Personalberatung)

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Bestseller aus dem GRIN-Verlag zum Thema Fachkräftemangel, Employer Branding & Generation Y.


Autor: Hans Ulrich Würth von www.text-personalmarketing . Seit vielen Jahren ist der Münchner GRIN-Verlag eine interessante Adresse für die Veröffentlichung von Universitätsarbeiten zu aktuellen Lehr– und Forschungsthemen. Bis Ende 2013 stellte das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits über 150 000 Arbeiten ins Netz. Einige dieser Veröffentlichungen haben die Substanz, im internen Verlagsranking über Jahre hinweg Bestseller-Positionen einzunehmen und zu halten.

Hier zwei der erfolgreichsten Verlagstitel aus dem Themenbereich „Fachkräftemangel, Employer Branding, Generation Y“:

Claudia Sack, Employer Branding, Handlungsleitfaden für den erfolgreichen Aufbau einer Arbeitgebermarke

Employer Branding - So wird Ihr Unternehmen zum attraktiven ArbeitgeberDie Projektarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL – Personal und Organisation der WiSo-Führungskräfte-Akademie Nürnberg (WFA) – wurde mit der Note 1 ausgezeichnet. Geboten wird – mit Fokussierung auf den Mittelstand – ein sofort umsetzbarer Handlungsleitfaden für die betriebliche Praxis. Schwerpunkte sind die Bausteine und Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Strategieentwicklung sowie für das schrittweise und systematische Vorgehen in der Planung und Umsetzung einer Employer-Branding-Strategie, die nach innen und außen ganzheitlich und nachhaltig ist. Die Studienarbeit zeigt: Es bedarf nicht immer eines externen Beraters, um ein Unternehmen zum attraktiven Arbeitgeber zu transformieren. Vieles, vielleicht sogar alles, lässt sich im Unternehmen selbst entwickeln und erfolgreich umsetzen. Dafür gibt dieser Leitfaden fundamentale Anregungen und klare Handlungsvorgaben. Employer Branding ist Chefsache – Markenpflege beginnt im Unternehmen –  Erfolg setzt eine Gesamtstrategie voraus und keine Insellösungen für Teilbereiche – wer dieses Werk liest, wird verstehen, was den Erfolg von Employer Branding heute ausmacht.

Dennis Hansen, Die Generation Y als neuer Kollege und Kunde: Charakteristika, Werte, Ansprüche

Generation_Y_Cover_GRINWer sich in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels als attraktiver Arbeitgeber am Markt positionieren will, kommt nicht umhin, sich intensiv mit der sogenannten ‚Generation Y‘ zu befassen. Diese zwischen 1980 und 1995 geborene Generation ist für Personalchefs der klassischen Schule oftmals der schlichte Albtraum.  Generation Y versagt sich dem bewährten Instrumentarium gängiger Leistungsanreize. Statt Geld, Boni und Dienstwagen geht es den jungen Fach- und Führungskräften um Sinn, Selbstverwirklichung und Zeit für Familie und Freunde. Geld ist viel, aber nicht alles. Sinn toppt Status. Arbeit muss im Einklang zu den eigenen Bedürfnissen stehen. Daraus folgt für jedes Unternehmen: Wer heute qualifizierte Mitarbeiter sucht, muss wissen, wie die Generation Y tickt. Die Studienarbeit von Dennis Hansen gibt in konzentrierter Form einen tiefen Einblick in das Selbstverständnis einer Generation, die ganz anders ist als alle vorherigen. Es ist eine Generation, die mit der Macht des sich zu ihren Gunsten neigenden Demographiefaktors ihre eigenen Wertevorstellungen durchzusetzen beginnt. Gut wer die Schlüsselstrategien kennt, mit denen sich die Generation Y als Mitarbeiter gewinnen und für Unternehmensziele begeistern lässt.

Beide Titel sind als E-Book (PDF, EPUB, MOBI) für je 14,99 Euro und als Printausgabe für je 15,99 Euro erhältlich.

 

Linkempfehlung:

Employer Branding. So wird Ihr Unternehmen zum attraktiven Arbeitgeber von Claudia Sack

http://www.grin.com/de/e-book/180691/

http://www.amazon.de/dp/3656037973

ISBN (E-Book): 978-3-656-03762-0

ISBN (Buch): 978-3-656-03797-2

 

Die Generation Y als neuer Kollege und Kunde: Charakteristika, Werte, Ansprüche von Dennis Hansen

http://www.grin.com/de/e-book/181763/

http://www.amazon.de/dp/3656050201

ISBN (E-Book): 978-3-656-04998-2

ISBN (Buch): 978-3-656-05020-9

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Operation Touchpoint: Wie Sie Ihre internen Prozesse mit jedem Meeting besser machen.


Autorin: Diplom-Betriebswirtin Anne M. Schüller. Wer unternehmerisch handelnde Mitarbeiter will, muss diese an unternehmerisches Denken heranführen. Wie man seine internen Prozesse optimiert, das Miteinander verbessert und seine Kunden verzaubert, das sollte deshalb im Wesentlichen von den Mitarbeitern selbst erarbeitet werden. Jedes Meeting bietet dazu eine gute Gelegenheit.

Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, mehrfache Bestsellerautorin und Businesscoach. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als Europas führende Expertin für das Touchpoint Management und eine kundenfokussierte Unternehmensführung. Sie zählt zu den gefragtesten Referenten im deutschsprachigen Raum und hält Vorträge und Workshops zum Thema. Sie ist Gastdozentin an mehreren Hochschulen. Zu ihrem Kundenkreis zählt die Elite der Wirtschaft. Ab sofort bildet ihr Touchpoint Institut auch zertifizierte Touchpoint Manager aus.

Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, mehrfache Bestsellerautorin und Businesscoach. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als Europas führende Expertin für das Touchpoint Management und eine kundenfokussierte Unternehmensführung. Sie zählt zu den gefragtesten Referenten im deutschsprachigen Raum und hält Vorträge und Workshops zum Thema. Sie ist Gastdozentin an mehreren Hochschulen. Zu ihrem Kundenkreis zählt die Elite der Wirtschaft. Ab sofort bildet ihr Touchpoint Institut auch zertifizierte Touchpoint Manager aus.

Touchpoints entstehen überall dort, wo Führungskräfte mit Mitarbeitern und Mitarbeiter mit Kunden zusammenkommen. An jedem dieser Touchpoints kann es in den „Momenten der Wahrheit“ zu positiven wie auch zu negativen Erlebnissenkommen, die eine Beziehung stärken oder zermürben beziehungsweise eine Marke kräftigen oder bröckeln lassen. Manche Berührungspunkte sind dabei kritischer als andere. Und oft sind es Kleinigkeiten, die schließlich große Katastrophen bewirken. Jedes Detail kann hierbei Zünglein an der Waage sein.

Deshalb müssen zwischenmenschliche wie auch organisatorische Motivationshemmer schnellstmöglich erkannt und weggeräumt werden, sodass sich die Mitarbeiter auf hohem Niveau voll entfalten können. Am Ende ist es die Summe der Details, die den Ausschlag dafür gibt, ob ein Mitarbeiter im „Müssen“ verbleibt oder ins „Wollen“ kommt, ob er eine Durchschnitts- oder Spitzenleistung erbringt, und ob er bleibt oder geht.

Mitarbeiter aktiv involvieren

Wenn es zum Beispiel um das Optimieren von Kundenbeziehungen geht, dann kommt es nicht nur auf das Wissen um Kundenbedürfnisse sowie Ideenreichtum und adäquate Rahmenbedingungen an, sondern auch auf das „Wollen“ der Mitarbeiter. Denn „Muss-Gesichter“, die wie Aufziehpuppen nach Vorschrift ihre vordefinierten Standards abarbeiten, mögen Kunden gar nicht gern.

Das „Wollen“ der Mitarbeiter erreicht man immer dann am besten, wenn diese freiwillig sagen, wie sie etwas in Zukunft machen werden. Begeisterung für die Sache wird auf diesem Weg gleich mitgeliefert. Und wichtiger noch: Die geplanten Maßnahmen werden dann auch engagiert umgesetzt. Denn sie wurden nicht von oberster Stelle vordiktiert, sondern in Eigenregie entwickelt. So entsteht schließlich der „Mein-Baby-Effekt“. Und sein Baby lässt man bekanntlich nicht im Stich.

Effiziente Fragen zur Touchpoint-Optimierung

Um mit der Touchpoint-Optimierung zeitnah beginnen zu können, fängt man am besten mit einem einzelnen Touchpoint an, bei dem sich schnell was bewegen lässt. Dies ist auch deshalb hilfreich, um erste Erfolgserlebnisse zügig sicht- und spürbar zu machen. Eine ideale Ausgangsfrage dazu ist diese hier:

  • Kill a stupid rule! Von welchen blödsinnigen Standards und von welchem administrativen Schwachsinn sollten wir uns schnellstmöglich trennen?

Um an einem spezifischen Touchpoint rasch in den Exzellenzbereich vorzustoßen, eignet sich folgende Frage:

  •  Was ist die beste Idee, die uns zu diesem Thema in den Sinn kommt?

Diese Frage muss unbedingt exakt so gestellt werden, weil sonst erfahrungsgemäß meist nur Allerweltslösungen vorgeschlagen werden. Doch in den Extremen stecken die größten Innovationschancen. Durchschnittsideen hingegen erzeugen nur Mittelmaß.

Die Touchpoint-Optimierung im Meeting

Wird das Touchpoint-Optimieren als Tagesordnungspunkt in den Meeting-Ablauf eingebaut, ermöglicht dies kontinuierliche Verbesserungen am laufenden Band. Bestimmen Sie dazu ein erstes Meeting und einen ersten Touchpoint, mit dem es losgehen soll. Am Ende des Meetings entscheiden Sie dann, welcher Touchpoint beim nächsten Mal an die Reihe kommt. So können sich alle gut darauf vorbereiten. Legen Sie einen Zeitraum fest, den Sie maximal für die Bearbeitung eines Punktes ansetzen wollen, damit sich die Diskussionen nicht endlos in die Länge ziehen: zum Beispiel dreißig Minuten. Dann geht’s weiter wie folgt:

5 Min. Beschreibung eines nicht länger tragbaren Istzustandes, am besten via Storytelling: So wird etwa über ein unschönes Erlebnis berichtet, das ein Mitarbeiter oder Kunde an einem bestimmten Touchpoint hatte, welche Probleme es gab – und welche Konsequenzen.
5 Min. Sammlung von Ideen, wie man diesen Punkt optimieren und damit Ärger in Zukunft vermeiden kann. Hier brauchen wir zunächst Quantität. Deshalb sollen die Teilnehmer in dieser Phase still und leise arbeiten, damit jeder seine Idee(n) unbeeinflusst entwickelt. Diese werden auf Kärtchen notiert und an eine passende Wand gepinnt.
10 Min. Jeder, der ein Kärtchen geschrieben hat, erläutert seine Idee kurz und knapp. Anschließend erfolgt eine Kurzdiskussion.
5 Min. Mehrheitsentscheid für die favorisierte Idee. Die Führungskraft hält sich während des gesamten Prozesses völlig zurück. Warum? Damit die „Weisheit der Vielen“ genutzt werden kann. Autorität blockiert diese nämlich.
5 Min. To-do-Plan erstellen, also: Wer macht was mit wem bis wann. Dazu gehört auch ein Folgetermin, um zu besprechen, wie sich die Sache entwickelt, ob weiter feinjustiert werden muss und welche Ergebnisse erzielt worden sind.

Dreißig Minuten sind nicht viel, und dennoch lässt sich bei konzentriertem Arbeiten in dieser Zeit sehr viel erreichen. „Meine Mitarbeiter können sowas aber nicht“, hat mir einmal ein in die Jahre gekommener Vorgesetzter dazu gesagt. Doch, die konnten das. Nur seine Anwesenheit hatte immer gestört. Das „Machtwort“ der Oberen lässt nämlich wertvolle Initiativen oft einfach versanden. Natürlich hat der Chef ein Veto-Recht. Davon sollte er allerdings nur ausnahmsweise Gebrauch machen. Sonst erzieht er sich lauter Mündel, die meinungslos auf Anweisungen warten.

Ausbildung zum zertifizierten internen Touchpoint Manager vom 29. bis 31. August 2014 in München

Die Arbeitswelt hat sich unbestreitbar verändert. Sie ist kollaborativer und auch vernetzter geworden. Das Gestalten einer dementsprechenden Unternehmenskultur spielt eine immer wichtigere Rolle. Zu diesem Zweck wurde ein neues Berufsbild geschaffen: der interne Touchpoint Manager. Er sorgt sich um die körperliche, geistige und seelische Fitness der Mitarbeitenden, damit deren Performance auf Höchststand bleibt. In Zeiten von Talente-Knappheit und Social Media-Gerede kann dies über die Zukunft eines Arbeitgebers maßgeblich mitentscheiden.

Das Buch zum Thema: Anne M. Schüller:  Das Touchpoint-Unternehmen Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt  Gabal, März 2014, 368 S., 29,90 Euro ISBN: 978-3-86936-550-3

Das Buch zum Thema
Anne M. Schüller:
Das Touchpoint-Unternehmen
Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt
Gabal, März 2014, 368 S., 29,90 Euro
ISBN: 978-3-86936-550-3

Die Ausbildung zum zertifizierten internen Touchpoint Manager richtet sich vor allem an ambitionierte Beschäftigte aus den Bereichen Mitarbeiterführung und HR, die im Kontext unserer neuen Arbeitswelt und mithilfe dieser Zusatzqualifikation die Unternehmenskultur ihrer Arbeitgeber zukunftsfähig machen wollen. Sie findet vom 29. bis 31 August 2014 in München statt. Zu weiteren Informationen und zur Anmeldung geht’s hier: http://www.touchpoint-management.de/ausbildung-zum-collaborator-touchpoint-manager.html

Linkempfehlung 

Das Touchpoint-Unternehmen – auf  der Frankfurter Buchmesse als “Managementbuch des Jahres 2014″ ausgezeichnet.

Leseprobe: Anne M. Schüller, Das Touchpoint-Unternehmen – Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt. 

 

 

 

 

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Ein neues Führungskonzept: Die Begeisterungsführung.


Autorin: Diplom-Betriebswirtin Anne M. Schüller. Die Begeisterungsführung verfolgt das Ziel, jenseits der Null-Linie der Zufriedenheit die Performance-Exzellenz der Mitarbeiter zu erhöhen, ihre emotionale Verbundenheit zum Unternehmen zu stärken, ihr Bleibepotenzial zu heben und positive Mundpropaganda nach innen und außen auszulösen.

Mitarbeiterzufriedenheit? Das reicht nicht! Zufriedenheit macht behäbig und bequem. Der Wunsch nach Veränderung ist gering. Die Handlungsintensität und die emotionale Spannung sind niedrig. Mangelnde Identifikation und Gleichgültigkeit sind die Folge. Schließlich macht sich eine resignative Trägheit breit. Diese Egal-Mentalität führt zu Desinteresse, zu Nachlässigkeiten und mangelnder Sorgfalt. In diesem Zustand setzen sich Mitarbeiter nur halbherzig für die Belange der Kunden ein, sie zeigen wenig Initiative bei der Erfüllung von Sonderwünschen und wenig Kreativität beim Lösen von Problemen.

Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, mehrfache Bestsellerautorin und Businesscoach. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als Europas führende Expertin für das Touchpoint Management und eine kundenfokussierte Unternehmensführung. Sie zählt zu den gefragtesten Referenten im deutschsprachigen Raum und hält Vorträge und Workshops zum Thema. Sie ist Gastdozentin an mehreren Hochschulen. Zu ihrem Kundenkreis zählt die Elite der Wirtschaft. Ab sofort bildet ihr Touchpoint Institut auch zertifizierte Touchpoint Manager aus. © Anne M. Schüller

Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, mehrfache Bestsellerautorin und Businesscoach. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als Europas führende Expertin für das Touchpoint Management und eine kundenfokussierte Unternehmensführung. Sie zählt zu den gefragtesten Referenten im deutschsprachigen Raum und hält Vorträge und Workshops zum Thema. Sie ist Gastdozentin an mehreren Hochschulen. Zu ihrem Kundenkreis zählt die Elite der Wirtschaft. Ab sofort bildet ihr Touchpoint Institut auch zertifizierte Touchpoint Manager aus. © Anne M. Schüller

Resignative Zufriedenheit wird vor allem dort auftreten, wo Mitarbeiter wenig Gestaltungsraum haben, wo sie nicht unternehmerisch beteiligt werden, wo ihre Meinung nicht zählt und ihre Ideen unerwünscht sind. Solche Perspektivlosigkeit lässt Langeweile aufkommen, Einsatzwille und Verantwortungsbereitschaft schwinden, man macht es sich bequem. Zufriedenheit produziert Sitzfleisch, aber keine Motivation. Bloßzufriedene Mitarbeiter machen sich – wie bloß zufriedene Kunden auch – bei der nächstbesten Gelegenheit auf und davon. Und im Web erzählen sie der ganzen Welt, warum das so ist.

Warum Sie eine Begeisterungsführung brauchen

Begeisterte Mitarbeiter sorgen für hohe Produktivität, für ein flüssiges Arbeitstempo und für hohe Qualität. Sie haben Freude an Spitzenleistungen und wollen den Erfolg. Diese positive Energie ist im wahrsten Sinne des Wortes in den Produkten eingefangen, die der Käufer schließlich erwirbt. In Dienstleistungsbranchen drückt sich die Befindlichkeit eines Mitarbeiters sogar sichtbar in jeder kleinen Geste aus. Begeisterte Mitarbeiter machen Kundenerlebnisse heiter, unmotivierte Mitarbeiter machen diese zur Qual.

Begeisterte Mitarbeiter sorgen auch für eine höhere Kosteneffizienz, da ihnen die Arbeit schneller von der Hand geht und die Fehlerhäufigkeit sinkt. Sie sind kreativer und bringen neue Ideen ein. Vor allem aber: Sie tragen als engagierte Botschafter ein positives Unternehmensbild nach draußen. Dies motiviert nicht nur potenzielle Top-Bewerber, sich für das Unternehmen zu interessieren, es motiviert auch die Kunden, immer wieder gerne zu kaufen.

Ihr Führungsstil: Enttäuschend? Okay? Oder begeisternd?

„Manche Menschen verursachen Glück und Freude, wohin auch immer sie gehen. Andere, wenn sie gehen.“ Das hat der irische Schriftsteller Oscar Wilde einmal gesagt. Für Chefs gilt das natürlich auch. So gibt es die, da legt sich eine dunkle Wolke über alles, wenn sie nur den Raum betreten, und jeder reagiert wie schaumgebremst. Und dann gibt es solche, die versorgen einen für Stunden mit Heiterkeit, und alles beginnt zu wachsen und zu sprudeln. Wer wohl auf Dauer für die besseren Ergebnisse sorgt?

An jedem konkreten Touchpoint, das sind die Interaktionspunke zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, empfehle ich deshalb den Managern, ihr Verhalten und ihre Vorgehensweise – am besten gemeinsam im Führungsteam – nach Enttäuschungs-, Okay- und Begeisterungskriterien zu sondieren. Dies geschieht in folgendem Dreierschritt:

  • Was wir als Führungskräfte keinesfalls tun dürfen.
  • Unser Minimum-Standard (= die Null-Linie).
  • Was wir bestenfalls tun können – und tun sollten.

Hierzu sind zunächst alle vorkommenden Kontaktpunkte zu listen, wobei es sich sowohl um direkte Touchpoints (Mitarbeitergespräch, Gruß auf dem Flur, Meeting usw.) als auch um indirekte Touchpoints (E-Mail, schriftliche Anweisung, Arbeitszeugnis usw.) handeln kann. Diese werden sodann in Richtung Begeisterung optimiert.

Ein Beispiel aus der täglichen Führungspraxis

In diesem Beispiel geht es um ein Mitarbeitergespräch, das mit Blick auf die Kriterien enttäuschend – okay – begeisternd untersucht wird.

Fall 1: Die Führungskraft zitiert einen Mitarbeiter zu sich und sagt: „Herr X, es geht um Ihren Verkaufsbericht der letzten Woche. Ich muss mich sehr über die Darstellungsform wundern, sie entspricht nicht der vorgegebenen Berichtsstruktur. Außerdem haben Sie schon wieder nicht die Mindestzahl der wöchentlichen Kundenbesuche erfüllt. So geht das nicht. Ich bekomme langsam den Eindruck, dass Sie nicht können und nicht wollen. Und da brauchen Sie jetzt gar nicht so zu grinsen. Also, wenn das nicht besser wird, hat das unangenehme Konsequenzen für Sie!“

Ein solches Vorgehen ist in jeder Hinsicht enttäuschend. Der Mitarbeiter wird persönlich angegriffen und bedroht. Ob er motiviert ist, seine Leistung zu verbessern? Wenn ja, dann höchstens aus Angst vor Strafe – und dann nur mit sehr kurzzeitigem Erfolg. Denn wer seine Leute zu Marionetten seiner Anweisungen macht, züchtet geistige Krüppel.

Fall 2: Die gleiche Situation und ein Vorgehen, das als „gewaltfreie Kommunikation“ bezeichnet wird (Text von Günter Seemann): „Herr X, ich möchte mit Ihnen über Ihren letzten Arbeitsbericht sprechen. Erstens habe ich festgestellt, dass Sie Ihre eigene Berichtsform verwenden, und zweitens haben Sie die festgelegte Mindestzahl der wöchentlichen Kundenbesuche nicht erreicht. Das hat mich einerseits frustriert und andererseits enttäuscht, weil ich Wert darauf lege, das sich alle an die festgelegte Berichtsstruktur halten, denn dadurch habe ich einen sofortigen Überblick. Ganz besonders wichtig ist mir aber, dass alle die Mindestanzahl der Kundenbesuche erreichen, denn das gibt mir die Sicherheit, dass wir unseren Betreuungsauftrag gegenüber unseren Kunden erfüllen. Deshalb möchte ich Sie bitten, dass Sie zukünftig Ihren Bericht nach der vereinbarten Struktur erstellen und die Mindestanzahl der Kundenbesuche nicht unterschreiten. Ist das so in Ordnung für Sie?“

Dieses Vorgehen ist okay. Wenn man sich in den Mitarbeiter hineinversetzt, fühlt sich dieser zwar sicher betroffen, jedoch nicht angegriffen, und er weiß, was von ihm erwartet wird. Aber ist er auch motiviert? Und begeistert?

Fall 3: Sie sagen: „Herr X, ich möchte mit Ihnen über Ihren letzten Arbeitsbericht sprechen. Ich habe festgestellt, dass Sie Ihre eigene Berichtsform verwenden. Auch haben Sie die festgelegte Mindestzahl der wöchentlichen Kundenbesuche nicht erreicht. Damit ich das besser verstehe, interessiert mich Ihre Sicht der Dinge.“ Nun machen Sie eine Pause, damit der Mitarbeiter reden kann. Je nach Antwort geht es dann weiter wie folgt: „Danke, das macht die Sache für mich klarer. Nun brauche ich von Ihnen einen Vorschlag, wie Sie beides in Zukunft optimieren wollen.“ Diesmal machen Sie eine lange Pause, damit der Mitarbeiter Zeit zum denken und reden hat. Je nach Antwort sagen Sie dann: „Ja, das hört sich gut an. Können wir das so notieren (dabei freundlich nicken)? Bitte kommen Sie nächsten Mittwoch vorbei, mich interessiert der Zwischenstand sehr. Und danke, Herr X, dass Sie sich so engagiert an die Sache heranmachen.“

Dieses Vorgehen ist begeisternd. Dem Mitarbeiter wurde nichts vorgegeben, er hat die Lösung selber gefunden. Selbstorganisation und Eigenverantwortung sind also gesichert. Damit Konsequenz und Verlässlichkeit ins Spiel kommen und die Umsetzungswahrscheinlichkeit steigt, wird das verabredete Vorgehen schriftlich festgehalten. Außerdem zeigt der Chef Interesse am Zwischenergebnis und bleibt so eng am Thema dran. Der Zuspruch am Ende öffnet und motiviert. Wichtig dabei: Zeigen Sie Emotionen! Ihre Leute wollen und müssen wissen, wie es „Mensch‘“ Führungskraft geht. Ein Pokerface ist beim Pokerspiel sicher unerlässlich, im Mitarbeitergespräch hingegen ist es überaus schädlich.

Fazit in Sachen Begeisterungsführung

Egal, um welche Aufgabe es sich handelt: An allen Mitarbeiter-Touchpoints lassen sich Führungssituationen nach dem Schema:

  • Was ist enttäuschend?
  • Was ist OK?
  • Was ist begeisternd?

theoretisch durchspielen, um optimale Soll-Vorgehensweisen zu finden. Dies kommt schon quasi einem Emotionsmanagement gleich, das nicht nur im Kundenkontakt, sondern auch in der Führungsarbeit immer stärker gefordert wird. Gemeinsam mit Kollegen lässt sich ein breites Spektrum von Möglichkeiten finden. Viel mehr dazu steht in meinem neuen Buch „Das Touchpoint Unternehmen”.

Übrigens lohnt es sich auch, hierzu die Vorschläge der Mitarbeiter einzuholen. So wird nicht nur deren Leistungsbereitschaft gesteigert, sondern auch die Fluktuationsneigung wichtiger Leistungsträger gesenkt, was beides betriebswirtschaftlich sehr zu begrüßen ist. Mitarbeiter bei allem, was sie letztlich betrifft, zu befragen, zu involvierten und unternehmerisch einzubinden, erzeugt den ‚Mein-Baby-Effekt‘. Und sein Baby lässt man bekanntlich nicht im Stich.

Das Buch zum Thema

Anne M. Schüller:  Das Touchpoint-Unternehmen Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt  Gabal, März 2014, 368 S., 29,90 Euro ISBN: 978-3-86936-550-3

Anne M. Schüller:
Das Touchpoint-Unternehmen
Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt
Gabal, März 2014, 368 S., 29,90 Euro
ISBN: 978-3-86936-550-3

Leseprobe:

Anne M. Schüller, Das Touchpoint-Unternehmen – Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt. 

Linkempfehlung:

Touchpoint Institut

 

 

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